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IN TEMPIO DI ORMELLE
In der venezianischen Ebene zwischen den Flüssen Piave und Livenza liegt ein Dorf genannt Tempio di Ormelle, nicht weit von der berühmten Stadt Oderzo,in römischer Zeit genannt “Opitergium”. In diesem Ort Tempio, neben dem kleinen Fluss Lia liegt die Kirche der Templer. Diese wurde sehr wahrscheinlich im XII Jh. vom Ritterorden der Templer erbaut und dann später zwischen XIV – XVIII JH. durch neue Umbauten vom Johanniterorden vergrössert wurde, die heute als Militärorden von Malta bekannt sind.
Die Kirche diente hauptsächlich als Herberge für die Pilger auf die Durchreise ins Heilige Land, und war eine eigene administrative Ordnung, genannt MAISON. Später im Begleitung der Kreuzritter, um Jerusalem zu befreien, wanderten die Pilger nach Rom, um dort am Grab der heiligen Apostel Peter und Paul zu beten, oder zogen ins Heilige Land, die Orte zu besuchen an denen Jesus gelebt, gepredigt und gestorben war. Andere schlossen sich, durch eigene Überzeugung und Glauben, den Kreuzrittern an und wählten den direkten Weg zum Kampf gegen die Araber.
Die Kreuzritter waren so genannt, weil sie als Prediger und Kämpfer in Gottes Namen und in Dienst der Kirche waren. Die Zurückgebliebenen Templer begannen sich hier zu niederlassen und neue Familien zu gründen, auch wegen der Fruchtbarkeit des Bodens und der günstigen Verbindung einer der früheren römischen Strassen, die Opitergium-Tridentum, heute Oderzo-Trento und die Postumia, zwischen Genua und Eraclea.
Der Name Tempio erscheint zum erstenmal in Dokumenten aus dem Jahr 1178 und später 1304 unter Templo de Campanea und dann Mason im Jahr 1184, welches zunächst nicht mehr als nur eine religiöse Ansiedlung und Versammlung an der Pilgerstrasse nach Jerusalem war.
Durch die Jahrhunderte und auch heute noch wurde viel geschrieben über die Ritterorden, welche im Jahr 1119 in Jerusalem gegründet und im Jahr 1128 auf dem Konzil von Troyes in Frankreich vom Papst aberkannt wurden. Der Untergang der Orden ist eines der wohl dunkelsten Kapitel in der Geschichte der Kirche im Europa. Wegen falscher Anschuldigung, Betrug, und Verfolgung seiner Anhänger wurde dieser Templerorden der Johanniter im Jahr 1312 von Papst aufgelöst, und es begann die lange und sinnlose Verfolgung und Prozesse gegen die Betrüger und so kamen die Ritter von Malta nach Tempio und blieben dort circa 4 Jahrhunderte.
Sie verwandelten weiter diese Pilgerherberge in einem landwirtschaftlichen Betrieb mit Grundstücken, Häusern, Mühlen, Viehzucht, Weinbergen und Felder so dass es als“ Villa del Tempio” bekannt war. Viel später, circa im 1600 Jahrhundert, wurde diese Gemeinschaft umbenannt in San Giovanni der Täufer von Tempio di Oderzo. Die älteste historische Benennung der Kirche im Jahre 1293 lautete “Santa Maria” , danach wegen der steigenden Bedeutung: “ Mansionis Sancta Marie de Templo de Campaea” im Jahr 1304, die aktuelle Nominierung San Giovanni Battista erscheint im Jahr 1777 und besteht so bis heute, als Patron der Gemeinde Tempio.
Napoleon Bonapart überfiel mit seinen Feldzug Venetien im Jahre 1797 und beschlagnahmte alle Besitztümer, so auch die Kirche von Tempio und die landwirtschaftlichen Betriebe mit Gebäuden und Mühle und verkaufte diese an Gasparo Moro im Jahr 1810 um seinem Krieg zu finanzieren
Vom dem ganzen ummauerten Orte, La Maison mit Bauernhof, aus der Zeit der Templer und dann später der Johanniter ist heut nur die Kirche übrig. Die restlichen Gebäude wurden nach 1810 und später sinnlos demoliert und das Material für andere Zwecke verwendet.
Die Kirche präsentiert eine römische Architektur so auch ein besonderer Baustil und Dekorationen an den Wänden. Der Bau besteht aus einem langen Schiff im Ost-West Richtung und einen Laubengang nach Süden. Die seitliche Fassade in Norden musste viele Änderung erleben wie auch das Tor zum Friedhof. Zwischen 1723 und 1731 wurde eine Überdachung mit sieben Säulen erbaut um die Kirchenbesucher vor dem Wetter zu schützen. In den Säulenbögen sind das Johanniter-Kreuz, und das Templer-Kreuz sind noch zu sehen. Der heutige Glockenturm wurde viel später gebaut, nachdem der original Turm zusammengestürzt war. In den letzten 60 Jahren wurde der Bau oft verändert. Die Fresken stammen aus drei verschieden Perioden, und man kann sie unterteilen nach Periode, und Stil der Entwicklung der Kirche.
Die erste Antiken Gemälde stammen wahrscheinlich aus dem XII und XIII JH., bedecken die ganze Mauer, sind sehr schwer lesbar und enthalten einige Szenen aus der Bibel
Das zweite Gemälde aus dem XIII und XIV JH. zeigt Episoden des Neuen Testaments
Das dritte Gemälde, und am besten sichtbar und erhalten, gehört zu der Zeit der Temple und Johanniter(XV und XVI JH). Dies ist auch die dritte und letzte Bemalung dieser Wand. Sie stellt den Heiligen Christophers, die Madonna mit Kind auf dem Thron und die Kreuzigung dar.
Seitlich der Kirche befindet sich noch heute das Pfarrhaus, erbaut etwa im XVI XVII JH. und bewohnt bis 1797 vom Agent des Priorats von Malta. Diese Gebäude wurde errichtet auf den Reste eines grossen zerstörten Gebäude aus dem XII-XIV JH. und wieder entdeckt in Jahr 1993 durch Ausgrabung von Archäologen.
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